Buch- und Medientipps





Eine freundliche Empfehlung der Stadtbücherei


Stadtbücherei

Buchtipps

Ausleihbar ab Freitag, den 15. Februar 2019

„Kanada“ von Juan Gómez Bárcena

Der Krieg ist vorbei, die Stadt zerstört und ein Heimkehrer sucht sein Zuhause. Der Nachbar führt ihn in seine verwüstete Wohnung und versorgt ihn mit Essen. Doch der Mann schweigt, verlässt sein altes Arbeitszimmer nicht mehr, zieht sich in sich selbst zurück, die Bilder seiner Vergangenheit quälen ihn. Aus Kanada zurückgekehrt, die Pyramiden gesehen, gelingt es dem ehemaligen Astrophysiker nicht, ins Leben zurückzukehren. Aus der personalen Perspektive als innerer Monolog in der Du-Form erzählt, erschließt sich Stück für Stück das Grauen, das der Mann durchleiden musste: In Kanada, den Effektkammern in Auschwitz, musste er die mitgebrachten Koffer der Häftlinge sortieren. Pyramiden von Wertgegenständen, Schuhen, Kleidung umgeben ihn. Tod und Vernichtung sind allgegenwärtig. Aber auch die Schuld, als Opfer zum Mittäter geworden zu sein, lassen ihn nicht zur Ruhe kommen.

„Kanada“ ist ein faszinierender, gewaltiger, literarisch anspruchsvoller Roman, der sich nicht scheut, in die tiefsten Abgründe menschlicher Scham und Schuld vorzudringen. Bárcena, der zu den hoffnungsvollsten Stimmen der spanischsprachigen Literatur gehört, findet für das Grauen so verstörende wie brillante Bilder, die man nicht mehr vergessen wird.

„Ein Tag, eine Nacht“ von Jennifer Kitses

Schwarzer Freitag für Helen und Tom, ein Ehepaar Anfang 40 und Eltern von 3-jährigen Zwillingstöchtern. Mit dem Kauf eines Hauses in einer nur scheinbar idyllischen Kleinstadt haben sie sich finanziell übernommen. Tom muss jeden Tag zu seinem aufreibenden Job in einer New Yorker Nachrichtenagentur pendeln, Helen arbeitet freiberuflich als Grafikdesignerin und schafft es kaum, ihre Familie und den enormen Zeitdruck bei ihren Aufträgen miteinander zu vereinbaren. Außerdem verheimlicht Tom, dass er mit seiner früheren Chefin Donna eine uneheliche Tochter hat, an der er sehr hängt. Helen dagegen trägt eine stille Wut in sich. Als Donna einen Neuanfang in Europa wagen möchte, spitzen sich die Ereignisse Stunde um Stunde zu und Tom steht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens: Soll er seine Tochter aufgeben oder Helen von ihr erzählen und damit vielleicht alles verlieren, was ihm wichtig ist?

Der Roman schildert abwechselnd aus Toms und Helens Sicht, wie an einem einzigen Tag verschiedene Ereignisse dazu führen, dass die Situation sich zuspitzt und beide gezwungen sind, sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen und Entscheidungen zu treffen. Nuanciert, realistisch und mit Feingefühl schildert die Autorin in ihrem Debütroman Probleme wie Doppelbelastung und Zukunftsängste. Dabei baut sie langsam eine für den Leser fast unerträgliche atemlose Spannung auf.

„Hemingway & ich“ von Paula McLain

Florida, 1936. Die achtundzwanzigjährige Martha Gellhorn hat bereits die halbe Welt bereist und zwei Bücher veröffentlicht, als sie in einer abgelegenen Kneipe zufällig Ernest Hemingway kennenlernt – eines ihrer größten Idole. Die junge, unabhängige Frau verliebt sich trotz aller inneren Widerstände in den zehn Jahre älteren Mann. Hals über Kopf folgt sie ihm nach Madrid, wo sie über den Spanischen Bürgerkrieg berichtet und damit den Grundstein für ihre spätere Karriere als Kriegsreporterin legt. 1940 heiraten die beiden. Doch als Hemingway mit seinem Roman „Wem die Stunde schlägt“ endgültig zur lebenden Legende wird, muss Martha Gellhorn sich entscheiden: möchte sie lediglich die Fußnote im Leben eines anderen sein oder ihren eigenen Weg als Schriftstellerin gehen?

Die außergewöhnliche Geschichte der großen Liebe von Ernest Hemingway und seiner dritten Frau, der berühmten Kriegsreporterin Martha Gellhorn vor der bedrohlichen Kulisse des Zweiten Weltkriegs.

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