13.01.2020: Das war - Mach es selbst! Einfälle statt Abfälle!

Während in Kandel am vergangenen verkaufsoffenen Sonntag reges Treiben herrschte, wurde in einigen Geschäften konzentriert gearbeitet. In kleinen Runden wurde genäht, gestrickt und gehäkelt. Alle Handarbeitsgeschäfte merken zurzeit ein Umdenken. Während noch vor einigen Jahren lediglich Ältere ins Geschäft kamen, so sieht das heute ganz anders aus. Die Nachfrage nach Kursen ist stark gestiegen. „Während der große Andrang strick- und häkellustiger Frauen, die in Begleitung ihrer Männer Wolle in der Stadt kauften, erstaunte, so versprühten gleichzeitig die Tischrunden der Handarbeitsgeschäfte, eine regelrecht gemütlich gesellige Atmosphäre“, so Citymanagerin Jennifer Tschirner. Handarbeit liegt nicht jedem, aber vielleicht ist es dem ein oder anderen möglich, seine Kleidung im Second-Hand Laden weiterzugeben, um Kleidungsstücken ein längeres Leben zu ermöglichen.


Bei Anja & Kyra Hohndorf von Kissenzauber in der Brehmstraße 5 in Minderslachen ratterten die Nähmaschinen und heraus kamen Taschen aus alten Baumwoll-Materialien wie z.B. alter Bettwäsche.
 







Die Frauen bei Sybille Riehm von Nadel Adel in der Waldstraße 10 schwingten die Nadeln. Es entstanden Waschlappen, Einkaufstaschen, Filz-Shopper oder Decken aus Sockenwollresten. Sibylle Riehm führt ihren Laden noch bis Ende März. Dann ist nach 13 Jahren Ende! Deshalb gibt es bei Frau Riehm im Ausverkauf jetzt 50% auf Alles!






Open House war bei Pia Miola von Wolllust in Kandels Dampfnudelpassage. Hier wurden Kosmetikpads gehäkelt oder Spüllappen gestrickt und das ein oder andere Gespräch über nachhaltigen Konsum geführt.
 







Siggi Schweers, die selbst aus Überzeugung überwiegend Second-Hand Kleidung trägt, feiert dieses Jahr mit ihrem Geschäft Allerhand aus zweiter Hand 35jähriges Bestehen. Alle, die Lust zum Suchen und Anprobieren haben, sind jederzeit herzlich willkommen. Aber auch Verkäufer können Kleidung vorbeibringen. Dabei achtet sie darauf, dass Kleidungstücke wie neu aussehen. Am liebsten nimmt sie Markenware. „Meine Kunden achten auf eine gute Stoffqualität, wie reine Baumwolle oder Leinen. Manche suchen sogar nach edlen Bio-Materialien oder modischen Knöpfen, um sich selbst maßgeschneiderte Lieblingsstücke herzustellen“, so Siggi Schweers. Wenn ein Kleidungsstück nach einer bestimmten Zeit nicht verkauft wird, holt es der Verkäufer ab oder gibt die Genehmigung, es an Bedürftige verschenken zu dürfen. Auf diese Weise werden Kleidungsstücke geachtet und ihr Lebenszyklus verlängert.

Das war die Einladung ...