27.02.2020: Kandel Erleben - Hinter den Kulissen

Ein schöner Abend mit erstaunlichen Eindrücken & vielen lustigen Momenten

Am Donnerstag, 27. Februar 2020 fand zum vierten Mal die Veranstaltung „Kandel Erleben – Hinter den Kulissen“ statt. Nach einer kurzen Begrüßung von Citymanagerin Jennifer Tschirner und Michaela Stöhr vom VHG ließen sich die anwesenden Personen, darunter auch die Kandeler Heimatshoppenmama Sarah Krug (www.instagram.com/familiekrug_heimatshoppen), von vier Kandler Geschäften überraschen.

Mit dabei war Struwelpeter mit Brigitte Wittich und ihrer Mitarbeiterin. Bleistift ist nicht gleich Bleistift. Die zwar optisch schönen, aber billigen sind nicht verleimt und taugen nichts. Der Laden hält 5.000 Produkte für die Kunden vor. Jeden Tag geht Frau Wittich durch die Regale und guckt, was leer wird, denn bei Struwelpeter wird noch alles per Hand gemacht. Also kein Warenwirtschaftssystem, das anzeigt, wenn was alle wird. Eine Marke, die es in ganz Kandel nur bei ihr gibt sind qualitativ hochwertige Hefte und Ordner von Clairefontaine. Der Schulanfang ist eine wichtige Zeit im Jahr für das Geschäft. Verzweifelte Papas, die die Schulzubehörliste zusammenstellen müssen, gibt es nicht mehr. Diesen Service übernimmt Struwelpeter. Auch Passbilder, geometrische Bilder, Reinigung von Kleidung oder der Hermes Paketshop sind Dienstleistungen die der Laden bereithält. Als gelernte Köchin könnte sich Frau Wittich vorstellen ein kleines Café zu eröffnen, dafür bräuchte der Laden nur noch einen Raum mehr.

Naturpur gibt es Kandel und in Hauenstein und gehört zum Gemüsegroßhandel in Herxheim, der ca. 120 Gastronomen beliefert. Konzentriert wird sich auf regionale Saisonware. Nicole Seiberth von Naturpur erklärte, wie durch die just in time Arbeitsweise richtig frische Ware möglich ist. Regionale Produkte stehen nach der Ernte den nächsten Tag im Laden. Zugekaufte Ware aus Spanien braucht von Ernte bis ins Geschäft zwei bis drei Tage und aus Holland 24 - 36 Stunden. Kandel kauft immer gemeinsam ein. An einem Tag ist Blumenkohltag, am nächsten Lauchtag und am übernächsten Rosenkohltag. Für Nicole Seiberth ein Kandeler Phänomen. Wenn Kunden im Geschäft etwas fehlt, kann bestellt werden. Weggeschmissen wird so gut wie nichts: wird Obst und Gemüse mal nicht verkauft, bekommen es die Tiere.



Die Wimpernfee kümmert sich nicht nur um Wimpern, auch das in Kandel einmalige Microblading, Permanent Make-Up für die Augenbrauen, sind Teil des Kosmetikangebotes. Dieses Verfahren wird auch Härchenzeichnung genannt. Dabei werden der Haut in einer bis zu drei stündigen Sitzung kleine Verletzungen zugefügt. Gerade im Alter, wenn die Augenbrauen verblassen, ist diese Methode eine Möglichkeit. Die Farbe hält ca. 18 Monate. Langsam findet die Wimpernfeee in den Pfälzer Dialekt und weiß nun genau, dass mit Teppich die Decke gemeint ist. Kosmetiktrends kommen hauptsächlich aus den USA und werden über Prominente weitergegeben. Die Wimpernfee bleibt mit Beautymessen und Social Media immer up to date. Ihre Kunden, vor allem jüngere, gewinnt sie über Instagram und Co., wo sie am Tag vier Stunden reinsteckt.



Hinter Möbel Bischoff steckt eine ganze Familie. Das Unternehmen wurde 1979 gegründet und war von Anfang an auf Küchen spezialisiert. Die meisten Kunden kommen aus der Südpfalz im Umkreis von 35 km. Den Kunden ist die Nachhaltigkeit der Produkte sehr wichtig. Die Möbel bei Bischoff kommen hauptsächlich aus deutscher Fertigung. Aber auch Möbel aus Österreich, Polen und Dänemark. Und aus der Schweiz stammen ausgefallene Massivholzmöbel und Besonderheiten aus Altholz. In der hausinternen Schreinerei werden Sonderanfertigungen auch aus Hölzern der näheren Umgebung verarbeitet. Sogar Innentüren, Einbauschränke und Bodenbeläge gehören zum Sortiment von Bischoff. Als Service bietet das Unternehmen an, alte unbrauchbare Möbel zu entsorgen. Der Leitspruch im Hause Bischoff lautet: Top Qualität – Faire Preise – Super Service. Ein Unternehmen, das viele der Teilnehmer unterschätzten.

Mit interessanten Eindrücken und vielen Gastgebergeschenken sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Hause gegangen. "Wieder einmal wurde deutlich, was Kandel in seiner Innenstadt alles zu bieten hat. Es wurde schnell bewusst, was es bedeutet ein Geschäft zu führen, also was hinter den Kulissen zu tun ist, verbunden mit all den Chancen, Möglichkeiten, aber auch Risiken und Herausforderungen. Wer für eine starke und belebte Innenstadt steht, der sollte diese Tour "Hinter den Kulissen" auf jeden Fall mitmachen", erklärt Stadtbürgermeister Michael Niedermeier. "Der Verein für Handel und Gewerbe und die Stadt Kandel werden dieses Format dieses Jahr noch dreimal anbieten“, so Citymanagerin Jennifer Tschirner.

"Ich danke gemeinsam mit der Citymanagerin und dem VHG den teilnehmenden Geschäften Struwelpeter, Naturpur, Wimpernfee und Möbel Bischoff", so Bürgermeister Niedermeier, der damit einhergehend auch den interessierten Besucherinnen und Besuchern dankte. "Besonderer Dank gilt jedoch dem Engagement von Jennifer Tschirner und Michaela Stöhr!"

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