Oktober 2026 - Drei Formate und ein Fassanschlag – gute Begegnungen zum Auftakt

Das BNFZ – Daniel Hoernemann, Jennifer Hoernemann, Harald Neumann und Julja Schneider – war gemeinsam mit Elena Seip von Zebralog vier Tage in Kandel unterwegs. In dieser Zeit gab es eine Menge herzlicher Begegnungen, Gespräche und erste, erhellende Einblicke in die Besonderheiten der Stadt. Wir haben eine Buchbinderei besucht, den Verbandsgemeindebürgermeister getroffen, eine wunderbare historische Führung durch Kandel erlebt und noch vieles mehr entdeckt. Und immer wieder sind wir offenen, kreativen Macherinnen und Machern begegnet, die in und für Kandel in Vereinen und Initiativen arbeiten und Lust haben, mit uns gemeinsam neue Formate für Kandel-Mitte zu entwickeln.

Das Herzstück unserer Tage in Kandel war der Sonntag auf dem Herbstmarkt. Mit verschiedenen künstlerischen Installationen standen wir in der Hauptstraße, um mit den Kandeler Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, uns vorzustellen und genau zuzuhören, was die Kandeler und Kandelerinnen uns über die Möglichkeiten in ihrer Stadt erzählten. Das Wetter hat es uns dabei nicht leicht gemacht: Es regnete nahezu ununterbrochen. Doch auch wenn der Himmel grau blieb und der Boden nass war – es hat trotzdem Spaß gemacht und wir konnten viele Menschen einladen, am nächsten Tag ins Atelier für Alle_s zu kommen.

Dies war nämlich ein weiterer, wichtiger Kontaktpunkt und mit 14 Menschen sehr gut besucht. Hier haben wir unsere Vision von mehr Vernetzung und Miteinander in Kandel in kleine Artefakte gegossen. Aus Gedanken, Wünschen und Ideen wurden Dinge, die man anschauen, in die Hand nehmen und weiterdenken kann.

Und dann war da noch der Fassanschlag im Festzelt: ein besonderer Höhepunkt, bei dem der Bürgermeister uns zu Beginn des Festes nach vorne holte. Daniel Hoernemann nutzte die Gelegenheit, das BNFZ und unsere Arbeit in Kandel den Gästen vorzustellen.

Vier Tage, viele Eindrücke, neue Kontakte und erste konkrete Ideen – ein Anfang, auf dem wir aufbauen können.

Und auch wenn wir nicht vor Ort sind, sind wir erreichbar. Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme unter

Hier einige Fotaufnahmen von Harald Neumann, die in diesen Tagen entstanden sind:

Das waren die Termine:

Kandeler Erkundungen
Sa., 24.10. und Mo., 26.10., jeweils um 15 Uhr
Ort: Bahnhofstr. 3 (ehemalige Kleiderkammer)

Hier möchten wir Sie bei einem Spaziergang durch Kandel kennenlernen und IHR Kandel erzählt bekommen. Welche Gefühle und Ereignisse verbinden Sie mit den Straßen und Plätzen? Welche Gedanken und Vorstellungen teilen Sie sich mit anderen? Wo wäre ein neuer Blick, eine neue Wahrnehmung hilfreich oder dringend nötig?

Bringen Sie gern Papier und Bleistift mit – schreiben, zeichnen, malen wir auf, was uns auffällt.

Präsenz beim Oktobermarkt, verkaufsoffener Sonntag
So., 25.10., ab 12 Uhr
Ort: Hauptstraße 77 (Elektro Schöttinger)

Hier richten wir zum ersten Mal unser BÜRO FÜR DIE NUTZUNG VON FEHLERN UND ZUFÄLLEN ein. Ganz klassisch, mit Schreibmaschine, Stempel, Karteikarte und Drehstuhl. Von hier aus starten wir künstlerische Interventionen, kommen mit Kandeler Bürger:innen in Kontakt und entdecken gemeinsam Neues über Kandel.  Sie erkennen uns am blauen Klebeband an der Kleidung.

Das Atelier für Alle_s
Montag, 26.10., 18–20 Uhr
Ort: Bahnhofstr. 3 (ehemalige Kleiderkammer)

In diesem wiederkehrenden Format möchten wir alle Kreativen der Stadt oder die, die neugierig sind, einladen, in einer Atelieratmosphäre zusammenzukommen und zu forschen. Das Atelier verstehen wir als Keimzelle der Kreativität. Hier ist der Ort für die schöpferische Suchbewegung, das Ausprobieren und Verwerfen, das lustvolle Scheitern und für den erfrischenden Aha-Effekt. Das Atelier ist der Ort, an dem es keine Fehler gibt und jeder Zufall willkommen ist.

Und die Ebene des Ausdrucks ist frei wählbar. Sie kommunizieren gern? Wunderbar, es darf geredet und gesungen werden. Sie sind mehr der formstabile Macher? Wir haben Knetmasse und Spachtel dabei. Sie haben eigentlich gar keine Lust, sich auszutauschen, beobachten aber gerne Menschen? Wir haben einen Platz für stillen Scherenschnitt.

Die Ziele des Atelier für Alle_s sind die Schaffung neuer Netzwerke, das Finden neuer Projektideen und möglicherweise auch weitere Wunder, die wir jetzt noch gar nicht kennen können.

Fotos: Harald Neumann