Medientipps

Eine freundliche Empfehlung der Stadtbücherei

Ausleihbar ab Freitag, den 17. April 2026
Ausleihbar ab Freitag, den 24. April 2026
„Die Namen“ von Florence Knapp
Es geht um den Zweitgeborenen einer Familie, sein Leben wird in drei Varianten erzählt, abhängig von dem Namen, den er bekommen hat: Bear, Julian oder Gordon. Dabei schwebt immer die eingangs gestellte Theorie über allem, dass es unser Name ist, der uns formt und nicht andersherum. Der Protagonist muss dabei, abhängig von seinem Namen, auch eine Menge aushalten. Die Geschichte beginnt 1987 und umfasst 35 Jahre bis 2022.

„Die Namen“ ist ein Roman, den man nicht aus der Hand legen kann und einen immer wieder die Realität um einen herum vergessen lässt.

„Niemands Töchter“ von Judith Hoersch
Erzählt wird von vier Frauen: Marie, Gabriele, Alma und Isabell. Marie hat ihre große Liebe gefunden, sie verliert sie aber, weil sie sich versteckt, da sie zuvor vom Freund ihrer Mutter geschwängert wurde. Das selbst entbundene Neugeborene, Alma, legt sie bei der ihr fast unbekannten, aber vertrauenswürdig erscheinenden Kinderkrankenschwester Gabriele ab. Sie heiratet einen Arzt ohne Liebe und bekommt eine weitere Tochter, Isabell. Als diese zehn Jahre alt ist, fliegen sie zusammen nach Indien. Beim Schwimmen im Meer wird Marie abgetrieben und geht unter.

Die Lebensgeschichten der vier Frauen werden aus der Zeit von 1981 bis 2020 erzählt. Die Schicksale sind wie zu einer Komposition zusammengefügt, die zum Nachdenken animiert, berührt und in Erinnerung bleibt.

„Der Mädchenname“ von Aurora Tamigio
Drei Generationen einer Familie in einem kleinen Dorf auf Sizilien: Großmutter Rosa, die ihren geliebten Mann im Krieg verloren hat, ihre drei Kinder und ihre drei Enkeltöchter. Das Leben ist hart und entbehrungsreich, doch Rosa ist eine patente, durchsetzungsstarke Frau, die die Familie mit ihrem Gasthaus ernährt – auch ihren Schwiegersohn Santi, einen Aufschneider, an den Tochter Selma ihr Herz verliert und der immer wieder mit Gewalt seinen Willen als Familienoberhaupt durchsetzt. Als er eines Tages entscheidet, dass die Familie in die Stadt ziehen und einen kleinen Gemischtwarenladen übernehmen soll, müssen die Frauen der Familie ihr gewohntes Leben aufgeben.

Im Mittelpunkt dieser spannenden Familiengeschichte stehen die Schicksale der Frauen, deren Leben von den Männern dominiert wird und die auf unterschiedliche Weise gegen Fremdbestimmung und Gewalt ankämpfen.

„Grumbeersupp“ von Gina Greifenstein
Eigentlich sollte es ein schnelles Mittagessen mit Pälzer Grumbeersupp aus der Dose werden, doch für Oberkommissarin Paula Stern ist es der Beginn eines kniffligen Falls – denn in der Suppe schwimmt ein Finger. Zusammen mit ihrem Kollegen Bernd Keeser stattet Paula der Suppenmanufaktur einen kritischen Besuch ab. Die Hände der jungen Betreiberin sind unversehrt, aber ob sie auch rein sind, wird sich herausstellen. Ist zwischen Kesseln und Töpfen ein schrecklicher Mord geschehen?

Der 10. Fall für das pfälzisch-fränkische Ermittler-Duo Paula Stern und Bernd Keeser überzeugt mit originellen Wendungen, witzigen Dialogen und Spannung bis zum Schluss.


„Pfälzer Tapas“ von Gina Greifenstein
Tapas und die Pfalz gehören nicht zusammen?!? Mit über 60 Rezepten beweist Gina Greifenstein das Gegenteil. Da werden so durch und durch pfälzische Zutaten wie Handkäs oder Saumagen in einer Weise auf den Tisch gebracht, dass es manchem spanisch vorkommen wird. Eingeteilt in sechs Kapitel zeigen die Rezepte die ganze Vielfalt der Pfälzer Tapas: von einfach bis anspruchsvoll, von bodenständig bis innovativ.

Gina Greifenstein zeigt, wie sich traditionelle Pfälzer Küche überraschend modern interpretieren lässt. Es verbindet regionale Zutaten mit innovativen Ideen und lädt dazu ein, Genuss und Geselligkeit auf neue, unkomplizierte Weise zu erleben.

„Das kleine Café am Friedhof“ von Gina Greifenstein, Anne Grießer und Barbara Saladin
Agnes, Waltraud und Erika – drei Damen im besten Alter – teilen eine höchst ungewöhnliche Leidenschaft: Beerdigungen. Im kleinen Café am Friedhof trifft sich das Trio regelmäßig nach den Begräbnissen zu Kaffee und Kuchen. Nur ein harmloses, kleines Ritual? Als eines Tages ein mysteriöser Fremder auf dem Friedhof auftaucht, der offenbar eine geheime Botschaft für sie hat, gerät das Trio in Unruhe. Wer ist der unheimliche, dürre Kerl? Weiß er womöglich etwas über die dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit?

„Das kleine Café am Friedhof" ist eine herrlich schwarze Krimikomödie, die von der ersten Seite an begeistert. Die Autorinnen verstehen es sehr gut, das Gruselige und Unheimliche mit Humor zu verbinden.