Medientipps

Eine freundliche Empfehlung der Stadtbücherei

Ausleihbar ab Freitag, den 18. Dezember 2020
Ausleihbar ab Freitag, den 11. Dezember 2020
„Der wunderbare Mr. Rogers“.
Ein Film von Marielle Heller

Mit Tom Hanks, Matthew Rhys ; ohne Altersbeschränkung ; Laufzeit ca. 104 Minuten

Der mürrische, karrierebesessene Journalist Lloyd Vogel (Matthew Rhys) wird damit beauftragt, ein Porträt über den legendären Entertainer Fred  Roger, der vor allem mit seiner Kinderserie „Mr. Rogers' Neighborhood“ Berühmtheit erlangt hat, zu schreiben. Zunächst ist er von dem Auftrag nicht begeistert, hofft aber auf Zuspruch, nach der Veröffentlichung des Artikels. Auf der Suche nach Leichen in Rogers' Keller oder Unstimmigkeiten in seiner Biografie, muss der Reporter feststellen, dass der Fernsehstar ein wirklich guter Mensch ist. Im Zuge dessen lernt er, sich wieder zurück auf klassische Werte wie Güte und Mitgefühl zu besinnen und seinen Zynismus zu überwinden. Zwischen den Männern entsteht eine Freundschaft und Vogel gewinnt sogar neue Perspektiven auf sein eigenes Leben.

Nach einer wahren Begebenheit beschreibt der stilistisch nostalgische Film die sich anbahnende Freundschaft zweier höchst unterschiedlicher Männer und überzeugt insbesondere als Hohelied auf die stille Macht eines zugewandten Umgangs sowie durch glänzende darstellerische Leistungen.


„Die Wolf-Gäng“. Ein Film von Tim Trageser
Mit Aaron Kissiov, Johanna Schraml, Arsseni Bultmann ; freigegeben ab 6 Jahren ; Laufzeit ca. 93 Minuten

Vlad ist gerade mit seinem Vater Barnabas nach Crailsfelden gezogen und nun auch der Neue an der Penner-Akademie, eine der berühmtesten magischen Schulen der Welt. Crailsfelden ist ein fantastischer Ort, hier wimmelt es nur so von Feen, Hexen, Trollen und Zwergen. Mit Vlad und seinem Vater sind nun auch Vampire im Ort vertreten. Aber der kleine Vampir Vlad hat ein großes Problem: Er kann kein Blut sehen. Mit diesem ungewöhnlichen Umstand steht Vlad aber nicht allein da. Denn genau wie er, haben auch seine neuen Freunde Ängste. Die Fee Faye leidet unter Flugangst und Wolf, der Werwolf, hat eine Tierhaarallergie. Somit ist Vlad in guter Gesellschaft. Gemeinsam kommt das ungewöhnliche Trio einer Verschwörung rund um dem Bürgermeister Louis Ziffer und seiner Sekretärin Frau Circemeyer auf die Spur, die ganz Crailsfelden ins Unglück stürzen könnte.

Ein Vampir-Junge, der kein Blut sehen kann, eine Fee, die Flugangst hat und ein Werwolf mit Tierhaarallergie. Drei magische Verlierer! Und ausgerechnet sie treten gegen einen teuflischen Gegner an…


„Die Monster Academy“.
Ein Film von Leopoldo Aguilar
3D-Animationfilm für die ganze Familie ; freigegeben ab 6 Jahren ; Laufzeit ca. 82 Minuten

Die Internatsschüler Danny und Liz haben viele verrückte Ideen, sind superclever - und bissige Rivalen. Als Danny aus Versehen das Portal in eine andere Dimension öffnet und damit eine Monsterinvasion auslöst, müssen sich die beiden zusammenraufen, um die Kreaturen zu stoppen. Unterstützung bekommen sie dabei von ihrem Professor - einer Kreuzung aus Mensch und Motte!

Der mexikanische Animationsfilm, der sich nicht hinter Pixar & Co. verstecken muss, überzeugt mit seinen bunten Animationen und witzigen Figuren, die gelungen ausgearbeitet wurden.







„Ohne Schuld“ von Charlotte Link
10 Audio-CDs; gekürzte Lesung mit Claudia Michelsen

Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau stürzt mit ihrem Fahrrad, weil jemand einen dünnen Draht über den Weg gespannt hat. Sie ist sofort bewusstlos. Den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Die Frauen stehen in keiner Verbindung zu einander, aber die Tatwaffe ist dieselbe. Detective Sergeant Kate Linville, neu bei der North Yorkshire Police, wird sofort in die Ermittlungen hineingezogen. Sie kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur und gerät selbst in tödliche Gefahr. Denn der Täter, der eine vermeintliche Schuld rächen will, gibt nicht auf ...

Ein neuer spannender Fall für Ermittlerin Kate Linville, eindringlich gelesen von Claudia Michelsen.



„Die verschwindende Hälfte“ von Brit Bennett
2 mp3-CDs; gekürzte Lesung mit Tessa Mittelstaedt

Mallard, ein kleiner Ort im ländlichen Louisiana. Seine afroamerikanischen Bewohner blicken mit Stolz auf eine lange Tradition und Geschichte. Vor allem auf ihre Kinder, die von Generation zu Generation hellhäutiger zu werden scheinen. Stella und Desiree Vignes etwa, Zwillingsschwestern von ganz unterschiedlichem Wesen. Aber in einem sind sie sich einig: in Mallard sehen sie keine Zukunft für sich. Um der Enge des Heimatorts zu entgehen, wo helle Hautfarbe eine Obsession ist, fliehen die Teenager nach New Orleans. Hier trennen sich ihre Wege. Denn Stella tritt unbemerkt in eine nur weißen Amerikanern vorbehaltene Welt - und bricht alle Brücken hinter sich ab. Die aufmüpfige Desiree hingegen heiratet den dunkelhäutigsten Mann, den sie finden kann. Und Jahrzehnte müssen vergehen, bis zu einem unwahrscheinlichen Wiedersehen.

Lebendige, feinnuancierte Lesung mit Tessa Mittelstaedt.


„Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ von Jonas Jonasson
1 mp3-CD; gekürzte Lesung mit Shenja Lacher

Wunderbar verrückt und respektlos komisch:
Victor Alderheim, geldgieriger Galerist, hat seinen unehelichen schwarzen Sohn Kevin in die Savanne Kenias verbannt. Kevin findet Aufnahme bei den Massai und kehrt Jahre später nach Schweden zurück, im Gepäck zwei unsignierte Bilder aus dem Besitz seines Ziehvaters Ole Mbatian, die der in Afrika hochverehrten expressionistischen Malerin Irma Stern (1894-1966) zugeschrieben werden. Ole folgt ihm nach und gemeinsam mit Jenny, Victors geschiedener Ehefrau, starten sie mit den Bildern als 'Köder' eine perfide Racheaktion. Schlag auf Schlag folgen skurrile Situationen im typischen Stil des „Hundertjährigen“, die vom unwissenden Ole noch zusätzlich befeuert werden ...

Wie in seinen bisherigen Bestsellern umgarnt Jonasson seine Leser*innen mit überbordendem Ideenreichtum. Zugleich ist der Roman eine Hommage an die deutsch-jüdische, in Afrika beheimatete Malerin, die es hierzulande noch zu entdecken gilt und um deren Leben und Werk der schwedische Autor die fiktive Handlung gewoben hat, die mehr ist als bloßer Klamauk. Kongenial gelesen von Schauspieler Shenja Lacher.